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Ras Jah Niz R-P.de User

Alter: 25 Anmeldedatum: 29.12.2006 Beiträge: 823 Ort: MS-Gebäck
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11.01.2010 16:47
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| babyLonie hat geschrieben: | 1. u-tek: 100% von mir unterschrieben!!
2. | Zitat: | aber im generellen stimm ich da phiesen mit ungeteilter meinung zu:
der rassismusverdacht wird, gerade in deutschland, im alltäglichen leben viel zu häufig unterstellt (speziell bei berichterstattungen), sodass eigentlich rassistisches denken oder handeln durch die zu oft gehaltenen anderweitigen debatten an relevanz verliert.
natürlich sollten wir derlei äußerungen nicht kommentarlos hinnehmen, was ja zum glück auch nicht passiert ist, aber verteufeln muss man sie auch nicht.
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inwiefern stimmst du damit phiesen zu? sie hat geschrieben, dass rassismus evolutionäre wurzeln hat, aber nicht, dass in deutschland zu oft rassismus unterstellt würde...
ausserdem würde ich dein argument eher umdrehen und sagen: rassismus wird - gerade in deutschland - zu wenig "unterstellt", sondern eher verharmlost!
jeder von uns, der als weisser in einer weiss dominierten gesellschaft (z.b. deutschland) aufgewachsen ist, ist damit teilweise rassistisch geprägt worden. somit haben wir alle rassistische vorurteile der ein oder anderen art, und das sollten wir uns auch eingestehen und damit umgehen...
überleg z.b. mal, wieviel wir über schwarze wissenschaftler, schriftsteller und geschichte hier in der schule/uni lernen?! die deutsche (und auch europäische) gesellschaft hat immer noch rassistische grundzüge und die finden wir alle in uns wieder...
3. uwe: das kann sein, aber auch bei provozierenden/ironischen/... texten muss man meiner meinung nach gucken wo eine grenze zu setzen ist und kann damit nicht alles entschuldigen. wenn es dem autoren darauf angekommen wäre, leuten dieses thema näherzubringen, hätte er auch locker ohne solche stereotypen auskommen können.
4. gutes buch zu dem ganzen thema übrigens: deutschland schwarz weiss |
berechtigter einwand!!! wollt nicht mehr weiter auf phiesens standpunkt eingehen, um nicht unnötig auszuschweifen. ez muss ichs doch weil mein kommentar objektiv betrachtet viell n bissl zu kontrovers ist & man ihn im widerspruch zum vorigen auffassen könnte. manchmal lohnts sich dann doch etwas mehr zum allgemeinen verständnis zu schreiben! hatten zuhaus noch ne debatte außerhalb von r-p.de dazu! mach ichs mal so knapp wie möglich:
ALLE sind auf die eine oder andere art rassistisch geprägt. was ich nur ergänzen wollte, ist, dass wir somit niemandem rassismus unterstellen brauchen, weil es sich ohnehin irgendwann (auf welcher weise auch immer) bewahrheitet. ich persönlich fänds, gerade in deutschland, wichtig zwischen 'gefährlichem' (also volksverhetzendem) rassismus & dem unüberlegten 'alltäglichen' rassismus zu unterscheiden. da der unterschied nicht immer klar erkennbar ist, ist es, gerade in einem fall wie dem taz-bericht zugegebenermaßen schwierig die intention des autors zu erfahren oder richtig einzuschätzen. meines erachtens sollte man den fokus darauf richten wo rassismus wirklich gefährlich wird, nämlich im direkten zwischenmenschlichen umgang, wie es immer mehr durch die urbanisierung in deutschlands zukuft der fall sein wird (-> bsp.: parallelen zur entwicklung in frankreich). ansonsten endet es noch darin (was wir in deutschland schon im überfluss hatten & haben), dass einfach jedem in irgendeinem wortlaut rassismus nachgesagt werden kann [wie jetzt mir zum beispiel aufgrund dieses kommentares]! somit ist die bild rassistisch wenn sie schreibt: "türke sticht polin nieder", anstatt "mann sticht frau nieder", was auch schon wieder rassistisch wäre.
journalismus bedient sich nun mal bilder, weil das die einzige methode ist wie geschriebene information von unserem gehirn aufgenommen werden kann, durch imagination. das dabei nicht alle bilder gelungen ausformuliert sind, wie das der taz-redaktion oder das von mir zuvor angerissene, liegt in der natur des menschen!
(hat aber auch nicht immer was mit dem autor, sondern viel mehr damit ob das richtige bild dem leser vermittelt werden konnte)...
somit muss sich jeder leser die frage stellen ob er es auch in dem richtigen kontext betrachtet hat oder ob er überhaupt die gesamtheit des themas überblicken kann.
schließlich wissen wir spätestens seit f. schulz v. thun, dass es nur 1 korrekten weg der kommunikation gibt, jedoch mind 15 wege es falsch zu verstehen!
...und (da wird mir phiesen bestimmt auch zustimmen) verändert der wissenschaftler bereits das ergebnis seines versuchs bereits durch die reine beobachtung dessen!!!
so, nu wars doch zu lang...
fazit: interessantes thema, verliert nur leider durch die ständige wiederholung an relevanz & prägt so die dahinter schlummernde gefahr weiter aus! oder wen interessierts zum beispiel jetzt noch, dass rauchen tötet wenn er es doch täglich 10 mal auf der packung liest!?!
p.s.: @ babylonie: schöner buch-tipp! viell leih ichs mir ma vonna bücherei, sobald ich meine ezign bücha durch hab! & danke für di konstruktive kritik!!!
...so, ez hab ich aba jenuch jeschnakkt... 
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RasJahNiz aka Roger Raniz @ soundcloud
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Liebe, als habe dir nie Jemand etwas zu Leide getan!
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=Nilo82= Exklusiv-Mitglied

Alter: 29 Anmeldedatum: 21.07.2005 Beiträge: 1411 Ort: MS Kronenburg
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11.01.2010 16:47
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| babyLonie hat geschrieben: | | überleg z.b. mal, wieviel wir über schwarze wissenschaftler, schriftsteller und geschichte hier in der schule/uni lernen?! die deutsche (und auch europäische) gesellschaft hat immer noch rassistische grundzüge und die finden wir alle in uns wieder... |
Das für ein Anzeichen von unterschwelligen und dauerhaft vorhandenen Rassismus zu halten finde ich bedenklich. Wie viel lernt man denn in der Schule über chinesische Wissenschaftler, Schriftsteller und Gechichte? Oder über russische? Ist nicht soviel wenn es nicht direkt was mit "uns" zu tun hat, oder? Ich wage mal zu behaupten, dass in China vermutlich auch recht wenig europäische, geschweige denn deutsche "Kultur" auf dem Lehrplan steht.
Die Frage ist: tun sie das weil wir so komische Augen haben oder weil es für sie erstmal nicht relevantes Wissen ist? 
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 ..as long as it's rum day I ain't go no'way! |
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Ras Jah Niz R-P.de User

Alter: 25 Anmeldedatum: 29.12.2006 Beiträge: 823 Ort: MS-Gebäck
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11.01.2010 17:01
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| =Nilo82= hat geschrieben: | | babyLonie hat geschrieben: | | überleg z.b. mal, wieviel wir über schwarze wissenschaftler, schriftsteller und geschichte hier in der schule/uni lernen?! die deutsche (und auch europäische) gesellschaft hat immer noch rassistische grundzüge und die finden wir alle in uns wieder... |
Das für ein Anzeichen von unterschwelligen und dauerhaft vorhandenen Rassismus zu halten finde ich bedenklich. Wie viel lernt man denn in der Schule über chinesische Wissenschaftler, Schriftsteller und Gechichte? Oder über russische? Ist nicht soviel wenn es nicht direkt was mit "uns" zu tun hat, oder? Ich wage mal zu behaupten, dass in China vermutlich auch recht wenig europäische, geschweige denn deutsche "Kultur" auf dem Lehrplan steht.
Die Frage ist: tun sie das weil wir so komische Augen haben oder weil es für sie erstmal nicht relevantes Wissen ist?  |
- ez n bissl offtopic zum offtopic-thread - sry
oh oh, der Steppin' Razor der r-p.de-Redaktion ist wieder auf der Pirsch.
Ebenfalls guter Einwand! (wenn auch [wie von dir gewohnt] etwas provokant)...
in jedem Falle polarisierend und genau das, was guten Journalismus (bei Bewahrung einer gewissen Sachlichkeit) ausmacht!
im Generellen wollte ich mal klarstellen, dass ich den regen Austausch über gesellschaftskritische Themen befürworte & ja hier auch aktiv unterstütze, ich aber der Meinung bin, dass ein solches Forum nicht immer der optimale Platz für derlei Auseinandersetzungen ist, allein schon aus dem Grund, weil Dinge allein dadurch, dass sie geschrieben werden missverstanden werden können. Beispiel gefällig?: Soll ich dich umfahren (und dich somit niederstrecken) oder soll ich dich lieber umfahren (aufdass uns beiden nichts passiert)?!?
Got me?
Seen
Bless 
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RasJahNiz aka Roger Raniz @ soundcloud
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uwegroover R-P.de User

Alter: 52 Anmeldedatum: 08.07.2005 Beiträge: 1473 Ort: muenster
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11.01.2010 19:20
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ich hatte ja wenn ich mich recht entsinne, mal weiter oben nach einem alternativen Bild,
einer anderen Metapher gefragt, die für diese Situation in der jamaikanischen Dancehall passend wäre. Bisher kam da ja nicht viel.
Ich versuchs mal: "Wer sich als ethnisch nicht näher definierter Mitteleuropäer in einer jamaikanischen Dancehall nicht wie unter Ausserirdischen vorkommt, lügt ganz einfach."
oder: "Wer sich als nicht dancehallsozialisierter nichtjamaikaner in einer Dancehall nicht wie ein Bobodread auf dem Christopherstreetday...." upps, nee, ist nicht so gut.
Oder ist das evtl der Versuch, sein postkoloniales, vermeintlich vererbtes schlechtes Gewissen mit umständlichen Formulierungen zu beruhigen?
Und ist man in diesem Fall in der Kommunikation mit Fremden aus ehemaligen Kolonien nicht dabei, diesen eben nicht auf Augenhöhe zu begegnen, sondern gesellschaftlich vererbte,moralische Ungleichheit zu postulieren?
Babylonie, ich kenn übrigends das Buch von Noa Sow.
ich finde, Sie hat teilweise in Ihrem Buch einen Weg gefunden, mit diesen kleinen Rassismen humorvoll umzugehen. Sie hat es mal vor 2 Jahren auf einer Veranstaltung in Münster präsentiert.
Dort zeigte sich, wie schwierig das Thema in der direkten Diskussion ist.
Da bauen sich sehr schnell (falsche) Fronten auf, bei (vermeintlich) humorvollen Beiträgen verkrampft sich die Diskussion sehr schnell.
Aber wie Nils schon sagte: haben wir in deutschland, was Rassismus angeht, nicht ganz andere Probleme? ist das nicht alles etwas kleinlich?
seit 1990 sind in Deutschland weit über 100 Menschen ermordet worden aufgrund von rassistisch und rechtsextrem motivierter Gewalt.
uwe
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budenjunge vicepresident

Alter: 26 Anmeldedatum: 14.05.2005 Beiträge: 1573 Ort: MS
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11.01.2010 19:32
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| uwegroover hat geschrieben: | | ...Aber wie Nils schon sagte... |
du meinst jannis. aber ansonsten gebe ich dir recht 
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Bensen Roots Plague Soundsystem

Alter: 24 Anmeldedatum: 01.08.2005 Beiträge: 1566 Ort: Münstjah-G-beck
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Ras Jah Niz R-P.de User

Alter: 25 Anmeldedatum: 29.12.2006 Beiträge: 823 Ort: MS-Gebäck
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U-Tek Supertuff Sound

Alter: 29 Anmeldedatum: 22.05.2005 Beiträge: 1739 Ort: Münster/ Supertuff headquarter
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11.01.2010 21:37
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| uwegroover hat geschrieben: |
Aber wie Nils schon sagte: haben wir in deutschland, was Rassismus angeht, nicht ganz andere Probleme? ist das nicht alles etwas kleinlich?
seit 1990 sind in Deutschland weit über 100 Menschen ermordet worden aufgrund von rassistisch und rechtsextrem motivierter Gewalt.
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Die Kategoriebildung geht der Gewalt ja voraus und rechtfertigt diese. Insofern wird genau hier, im öffentlichen Raum der Meinungsbildung der Kampf gegen rassistische Gewalt gewonnen oder verloren. Das Tragische ist halt, dass das Ganze aus einer links-humanistischen Tageszeitung und nicht aus dem Flugblatt einer konservativen Studentenverbindung stammt. Insofern finde ich das nicht harmlos, sondern bedenklich.
Alternativen zu einer Zoo-Metapher? Bitte.....!Dann soll er doch gleich "wie die Affen" als Überschrift wählen (um auch mal polemisch zu sein)...
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=Nilo82= Exklusiv-Mitglied

Alter: 29 Anmeldedatum: 21.07.2005 Beiträge: 1411 Ort: MS Kronenburg
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12.01.2010 00:14
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Wer Affen disst, legt sich mit mir an.. 
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 ..as long as it's rum day I ain't go no'way! |
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Ras Jah Niz R-P.de User

Alter: 25 Anmeldedatum: 29.12.2006 Beiträge: 823 Ort: MS-Gebäck
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12.01.2010 01:12
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| U-Tek hat geschrieben: | | uwegroover hat geschrieben: |
Aber wie Nils schon sagte: haben wir in deutschland, was Rassismus angeht, nicht ganz andere Probleme? ist das nicht alles etwas kleinlich?
seit 1990 sind in Deutschland weit über 100 Menschen ermordet worden aufgrund von rassistisch und rechtsextrem motivierter Gewalt.
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Die Kategoriebildung geht der Gewalt ja voraus und rechtfertigt diese. Insofern wird genau hier, im öffentlichen Raum der Meinungsbildung der Kampf gegen rassistische Gewalt gewonnen oder verloren. Das Tragische ist halt, dass das Ganze aus einer links-humanistischen Tageszeitung und nicht aus dem Flugblatt einer konservativen Studentenverbindung stammt. Insofern finde ich das nicht harmlos, sondern bedenklich.
Alternativen zu einer Zoo-Metapher? Bitte.....!Dann soll er doch gleich "wie die Affen" als Überschrift wählen (um auch mal polemisch zu sein)... |
ich wollts auch in keiner form herunterspielen, eher in gewisser weise relativieren oder es in einen größeren zusammenhang bringen. ich nenns mal: die (allseits bekannten) 2 seiten der medaille!
betrachtet man das in dem von dir genannten kontext ist es in der tat bedenklich. harmlos wär es nur dann wenn es auf keinerlei fruchtbaren boden beim leser fallen würde. die journalisten sind in diesem falle, wie auch in vielen anderen fälllen ihrer gesellschaftlichen verantwortung & verpflichtung nicht ausreichend nachgekommen. schließlich werden ja alle berichte von der redaktion gegengelesen, abgesegnet oder (wie in diesem falle leider nicht) überarbeitet oder gänzlich rausgelassen.
ich möchte nicht vorschnell urteilen, aber vielleicht ist aus einer links-humanistischen tageszeitung inzwischen ein 'modernes, an der breiten masse orientiertes' blatt geworden, dessen redaktionelle stets darauf bedacht sind einen 'frischen, lebhaften' schreibstil zu wahren anstatt den inhalt auf gesellschaftspolitische brisanz zu überprüfen!?! sie sind auf neudeutsch 'catchy', weil es (wie man hier ja sieht) polarisiert und somit zündstoff bietet, was dazu führt, dass man im gespräch bleibt, von anderen medien zitiert wird & der ganze daraufhin folgende rattenschwanz. wenn dann auch noch das leitmotiv 'every publicity is a good publicity' lautet, ist das geschäftsmodell aufgegangen.
das ist, was die taz angeht, meinerseits nur spekulation, allerdings beruht ein größteil der auflage der bild-'zeitung' auf diesem prinzip. ich kenn (leider) einige, die sich diesen schund kaufen, obwohl sie wissen was für ein humbug drin steht. zumal sich solche unseriösen blätter & magazine einen vorteil daraus machen, dass schlampige berichterstattung selten gesühnt wird, weil die schnelllebige gesellschaft uns zwingt seltener dinge zu hinterfragen aufgrund der riesigen informationsflut tagtäglich...
und später verpuffts im nichts, wie die richtigstellung george walker bushs, dass es im irak doch keine massenvernichtungswaffen gäbe und "dass der präventivschlag aus der heutigen betrachtung der uns vorliegenden informationen falsch gewesen sei". (übersetzung aus einer rede zur lage der nation)
...kennt ihr wayne?!?
zum glück gibts hier auf r-p.de 'wayne', dens interessiert & somit überhaupt diese vitale debatte angezettelt wurde; danke dafür!
macht immer wieder spaß sich mit münster massive auseinanderzusetzen & zu bemerken, dass es durchaus noch mehr kritische köpfe in unseren reihen gibt, die (zum glück) nicht identische, von der kultur indoktrinierte stereotypen an ansichten und standpunkten aufweisen!!!
ich werd (wie auf alles) mal mein kritisches auge auf die taz werfen, wie auch auf jede andere medielle institution, die ihre informationen von reuters, dpa & co bezieht!
upps, spät geworden!
...bin raus für heute (früh) 
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RasJahNiz aka Roger Raniz @ soundcloud
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babyLonie R-P.de User

Alter: 23 Anmeldedatum: 03.06.2008 Beiträge: 104
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12.01.2010 13:38
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nilo: ich habe nicht von afrikanischen wissenschaftlern oder so gesprochen, sondern von schwarzen (auch europäischen schwarzen) wissenschaftlern... ausserdem wird in deutschland ja z.b. nicht nur deutsche geschichte etc. gelehrt, sondern auch die von diversen anderen ländern. von daher frage ich mich, wo da die grenze sein soll, was "uns" angeht oder nicht... plus: nur weil es woanders auch selektive wissensdarstellung gibt,macht es das doch nciht ebsser,oder? von wegen "macht ja nichts, woanders läuft es ja auch schief..." ist nicht son gutes argument, finde ich.
und ja, das ist wohl ein zeichen von unterschwelligem rassismus (meiner meinung nach)!
kurz noch was zu dem thema rechtsextremismus: NATÜRLICH ist es verdammt wichtig sich damit auseinanderzusetzen und dem entgegenzuwirken!!!! aber rechtsextremismus basiert darauf, dass es in der gesamten gesellschaft eine gewisse "akzeptanz" und (unbewusstes) vorkommen von rassismus gibt. man muss ein problem auch bei seinen wurzeln anpacken! das problem rassismus auf die rechtsextreme szene (und vielleicht noch bayerische politiker  ) "abzuschieben" halte ich gerade für tierisch gefährlich! dadurch werden rassitische vorurteile aus der mitte der gesellschaft "verdrängt", im sinne von: "ich kann gar nicht rassistisch sein. ich weiss ja was rassismus ist. das sind doch die bösen rechtsextremen!" ich unterstelle mal, dass ein grossteil der menschen die auf einer bürgerlichen anti-nazi-demo rumrennen sich damit automatisch als anti-rassisten definieren und sich damit vor der auseinandersetzung mit eigenen rassistischen vorurteilen drücken können...
dass sich das ganze in den medien etc weiterzieht und dadurch auch wieder auf die gesellschaft wirkt etc ist klar.
egal, ich könnte mich jetzt noch ewig darüber auslassen, aber ich bin auch keine fachfrau  wie gesagt, wens interressiert, dem würde ich unbedingt das buch von noah sow als denkanstoss empfehlen.
ich finde es übrigens saugut, dass hier so eine diskussion entstanden ist und sich scheinbar auch schon in andere wg-küchen weitergetragen hat...
bei uns gabs auch schon verdammt spannende gespräche dazu!
und das ist wahrscheinlich die wirksamste art irgendwas hinsichtlich dieses themas zu bewirken: einfach mal selbst drüber nachdenken und das auch bei anderen menschen auslösen, damit man sich vielleicht ein bisschen mehr sensibilisiert und sich fragt: wo verfalle ich slebst eigentlich in rassistische denkmuster, die in meine sozialisation unbewusst eingeflossen sind, wie kann ich mich damit auseinandersetzen und wie will ich damit umgehen?
in diesem sinne, dank an u-tek für den anstoss dieser diskussion und an alle die sich beteiligt haben 
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=Nilo82= Exklusiv-Mitglied

Alter: 29 Anmeldedatum: 21.07.2005 Beiträge: 1411 Ort: MS Kronenburg
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12.01.2010 17:12
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| babyLonie hat geschrieben: | nilo: ich habe nicht von afrikanischen wissenschaftlern oder so gesprochen, sondern von schwarzen (auch europäischen schwarzen) wissenschaftlern... ausserdem wird in deutschland ja z.b. nicht nur deutsche geschichte etc. gelehrt, sondern auch die von diversen anderen ländern. von daher frage ich mich, wo da die grenze sein soll, was "uns" angeht oder nicht... plus: nur weil es woanders auch selektive wissensdarstellung gibt,macht es das doch nciht ebsser,oder? von wegen "macht ja nichts, woanders läuft es ja auch schief..." ist nicht son gutes argument, finde ich.
und ja, das ist wohl ein zeichen von unterschwelligem rassismus (meiner meinung nach)! |
Daß etwas schief läuft ist Deine Interpretation.
Wissen zu vermitteln ohne vorherige Selektion ist meiner Meinung nach ein völlig hoffnungsloses Unterfangen und mündet in totaler Beliebigkeit. Wer die Auswahl trifft ist natürlich eine Sache, die andere ist, daß dabei immer auch Themen auf der Strecke bleiben (müssen).
Was will man also in den engen Grenzen den Schülern vermitteln? Doch wohl zuerst einmal für sie einigermaßen relevantes Wissen. Ein Marcus Garvey gehört erstmal nicht in diese Kategorie. Wer sich für ein bestimmtes Thema interessiert, kann sich ohne Probleme tonnenweise Literatur dazu besorgen oder auch etwas in diese Richtung studieren.
Ich weiß ja nicht wie Deine Schulzeit so verlaufen ist, aber ich hatte nicht das Gefühl, daß der Lehrplan rassistisch sei oder daß Schwarze "ausgeblendet" würden.
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Ras Jah Niz R-P.de User

Alter: 25 Anmeldedatum: 29.12.2006 Beiträge: 823 Ort: MS-Gebäck
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RasJahNiz aka Roger Raniz @ soundcloud
Arbeite, als bräuchtest du kein Geld!
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dadu Hase, alter

Alter: 37 Anmeldedatum: 22.05.2005 Beiträge: 1095 Ort: Münster
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14.01.2010 13:53
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uwegroover R-P.de User

Alter: 52 Anmeldedatum: 08.07.2005 Beiträge: 1473 Ort: muenster
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15.01.2010 17:27
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ich find ja auch, dadu, das fotoist sehr beeindruckend, und wirkt bizarr und befremdlich, wen man sich vergegenwärtigt, dass dieses kostümfest vermutlich von Europäern erdacht wurde. und so dann im Zoo ausgestellt wurde.
aber was hat das mit der Kategoriebildung im Kopf bei dem Satz
"als weißer Mitteleuropäer in einer jamaikanischen Dancehall lügt, wer behauptet, er käme sich nicht wie im Zoo vor." zu tun?
Die Kategorie, die hier im Kopf gebildet wird, wenn sich jemand von diesem sprachlichen Bild denn anregen lässt, ist:
Teilnehmer einer jamaikanischen Dancehallveranstaltung neigen noch wesentlich stärker zur Selbstdartellung und zum Voyeurismus, als Teilnehmer von Tanzveranstaltungen der meisten anderen Stilrichtungen es ohnehin schon tun.
mehr kann ich darin nicht sehen, sorry.
uwe
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