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Gaby R-P.de User

Alter: 51 Anmeldedatum: 24.06.2005 Beiträge: 745
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24.01.2007 10:38
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Das hab ich heute morgen in meiner Mailbox gefunden und folge hiermit dem Aufruf am Ende des Textes:
"Eine wahre Geschichte über Herrn Müller!"
Das hier, das ist der Herr Müller.
Der Herr Müller kommt aus Aretsried.
Das liegt in Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird,
habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn Ihr im Supermarkt ward.
Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden.
Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür,
dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.
Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.
Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik.
Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.
Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt,
und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren.
Aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben,
unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.
Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug.
Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt.
Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel
einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.
70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt.
Hurra, Herr Müller!
Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt,
dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.
Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union
haben das gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis.
Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.
Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures.
Klingt komisch, ist aber so.
Also was hat er gemacht, der Herr Müller?
In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik.
Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft.
Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.
Wenn Ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt Ihr sicher schon gemerkt,
dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat.
Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.
Wenn Ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt - dafür könnt Ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen - dann wisst Ihr,
dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.
Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn niemand hinsieht.
Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.
Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht.
Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller...
Sicher kennt Ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurden.
Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter.
Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern.
Die Flaschen sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus.
Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe.
Da spart er was, der Herr Müller - und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.
Wenn Ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden,
dann muss ich Euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut.
Wenn Ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht (?) von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.
Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.
Wenn Ihr auch der Meinung seid, dass sich ein solch ausbeuterisches Verhalten auf Kosten von Steuergeldern nicht gehört, schickt diese Mail doch ein wenig durch die Republik, damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam erarbeiteten Steuergroschen bleiben.
Ach ja...an alle an denen DAS noch vorbeigegangen ist; der Herr Müller unterstützt auch noch die NPD - das ist nämlich sein guter Freund. Ein noch viel wichtigerer Grund die Sachen im Regal stehen zu lassen!!
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Done with 'Manners'
'Success' str8!
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budenjunge vicepresident

Alter: 27 Anmeldedatum: 15.05.2005 Beiträge: 1667 Ort: MS
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24.01.2007 12:01
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| Gaby hat geschrieben: |
Ach ja...an alle an denen DAS noch vorbeigegangen ist; der Herr Müller unterstützt auch noch die NPD - das ist nämlich sein guter Freund. Ein noch viel wichtigerer Grund die Sachen im Regal stehen zu lassen!! |
Nochmal in groß damit es jeder lesen kann:
...der Herr Müller unterstützt auch noch die NPD ... Ein noch viel wichtigerer Grund die Sachen im Regal stehen zu lassen!!
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dadu Hase, alter

Alter: 38 Anmeldedatum: 22.05.2005 Beiträge: 1097 Ort: Münster
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24.01.2007 14:15
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Kettenbriefe nerven!
http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml
| Zitat: | 12.11.05
Die Geschichte von Herrn Müller
Kettenbrief ruft zum Boykott von Müller-Milch auf
Im Stil der "Sendung mit der Maus" erzählt der unbekannte Verfasser von Subventionen, Arbeitsplatzabbau und anderen Dingen, die er Herrn Müller aus Aretsried vorwirft. Auslöser könnte ein Bericht des ARD-Magazins "Kontraste" vom 29.09.05 gewesen sein. Unter dem Titel „Milchkrieg in Sachsen“ berichtete das Magazin auch über Hintergründe in Zusammenhang mit Müllers neuem Milchwerk in Sachsen. Eine bereits im Juli 2005 veröffentlichte Studie des BUND bestätigt diesbezügliche Angaben in dieser Sendung. Der Verfasser des E-Mail-Kettenbriefs ruft zum Boykott von Produkten dieses Herstellers auf. |
Der Kettenbrief beruht auf einen Beitrag in "Kontraste" und hat einen realen Hintergrund!
Erweitert um die NPD-Sache und die Erbschaftssteuer.
Milchkrieg in Sachsen – wie die Regierung Ökobauern ausbremst Sendung vom 29. September 2005, Autor: Michael Beyer und Chris Humbs
Man beachte den Titel: da steht zu Recht die Regierung in der Kritik - die macht sowas erst möglich!
Aber egal ob Kettenbrief oder nicht: dieses Unternehmen sollte man wohl wirklich nicht unterstützen - allein weil die Produkte alle (nein kein Fleischsalat) sind.
Nestlé kann man sich mindestens genauso schenken...
Trotzdem bleibe ich bei meiner ablehnenden Haltung zu Kettenbriefen und Co. - damit ist einfach zuviel Unsinn möglich!
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TuneFish R-P.de User

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2005 Beiträge: 1293 Ort: emsdetten
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24.01.2007 18:50
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*an seiner leckeren müllermilch erdbeer schlürf* 
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=Nilo82= Exklusiv-Mitglied

Alter: 29 Anmeldedatum: 21.07.2005 Beiträge: 1456 Ort: MS Kronenburg
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24.01.2007 22:36
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1. Kettenbriefe/Mails mag ich nur dann nicht, wenn sie (wie in 90% aller Fälle) irgendwelchen Schwachsinn enthalten.
2. Zwar finde ich die NPD sch..ße, glaube aber kaum, daß alle Mitarbeiter der Firma Müller diese unterstützen und das Argument daher eher fragwürdig ist.
3. Was hat denn Herr Müller falsch gemacht? Er hat doch nur die Möglichkeiten genutzt, die ihm angeboten wurden. Da wir eben in einem föderalistischen Staat leben, ist das vom Land Sachsen völlig legitime Wirtschaftspolitik. Anders würde es aussehen, wenn die Förderung vom Bund ausgegangen wäre (auch schon so geschehen mit einer Tabakfabrik). Zu kritisieren ist lediglich das Subventionierungssystem, wofür Herr Müller wohl nix kann. Die Aktionäre wird es gefreut haben und denen ist er nunmal verantwortlich.
:arrow: Don't hate the player, hate the game!
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 ..as long as it's rum day I ain't go no'way! |
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maru crate miner

Alter: 30 Anmeldedatum: 07.06.2005 Beiträge: 580 Ort: Kreuzberg
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25.01.2007 01:46
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dont be a hater, be a shareholder.
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KNOWLEDGE, WISDOM, UNDERSTANDING & THE ONENESS OF GOD.
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kolja admin

Alter: 30 Anmeldedatum: 12.05.2005 Beiträge: 2127 Ort: bis Sommer 2010: Neuseeland
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17.01.2008 14:00
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| =Nilo82= hat geschrieben: | Die Aktionäre wird es gefreut haben und denen ist er nunmal verantwortlich.
:arrow: Don't hate the player, hate the game! |
aus aktuellem anlass (schliessung des nokia werkes in bochum), möchte ich behaupten,
das ein unternehmer erstmal seinen angestellten und arbeitern verantworlich ist!
mal schaun, was der rüttgers mit seinem "boykottaufruf" erreichen wird...
kolja
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Das Leben ist unberechenbar - deshalb ist Improvisation wichtiger als Planung!
Mit der Einführung der Planung ersetzte man den Zufall durch den Irrtum.
Es ist besser zu geben, als zu leihen, und kostet ungefähr gleichviel.
Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.
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Teeemow R-P.de User

Alter: 24 Anmeldedatum: 27.05.2006 Beiträge: 140 Ort: App-Town
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17.01.2008 14:25
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Ist die Geschichte nicht auch schon n paar Tage älter mit dem Müllermilchverein? Meine den Brief schon vorn paar Jahren mal in den Fingern bzw aufm Desktop gehabt zu haben...
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Sista Calaloo R-P.de User

Alter: 45 Anmeldedatum: 10.03.2006 Beiträge: 250 Ort: earth
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17.01.2008 17:54
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Moskito one
Moskito two
Moskito jumps
inna hot calaloo...
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maru crate miner

Alter: 30 Anmeldedatum: 07.06.2005 Beiträge: 580 Ort: Kreuzberg
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18.01.2008 09:11
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| Teeemow hat geschrieben: | | Ist die Geschichte nicht auch schon n paar Tage älter mit dem Müllermilchverein? Meine den Brief schon vorn paar Jahren mal in den Fingern bzw aufm Desktop gehabt zu haben... |
schau mal aufs datum 
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maru crate miner

Alter: 30 Anmeldedatum: 07.06.2005 Beiträge: 580 Ort: Kreuzberg
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18.01.2008 09:33
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| kolja hat geschrieben: | | =Nilo82= hat geschrieben: | Die Aktionäre wird es gefreut haben und denen ist er nunmal verantwortlich.
:arrow: Don't hate the player, hate the game! |
aus aktuellem anlass (schliessung des nokia werkes in bochum), möchte ich behaupten,
das ein unternehmer erstmal seinen angestellten und arbeitern verantworlich ist!
mal schaun, was der rüttgers mit seinem "boykottaufruf" erreichen wird...
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medienaufmerksamkeit? unbezahlte parteiwerbung? was sollte das zurückgeben eines bereits gekauften und bezahlten wirtschaftsgutes erreichen ausser einem pressewirksamen auftritt?
während es zeiten gab, in denen nokia bei handies der unangefochtene marktführer war und menschen mit samsung handies nur müde belächelt wurden, sieht sich der konzern heute zahlreichen (in der regel besseren) mitbewerbern gegenüber. nokia hat den trend zum klapphandy komplett verpennt und muss jetzt in einem viel langsamer wachsenden markt versuchen marktanteile zurückzuerobern. da wird gemacht, was im bwler handbuch steht: kosten senken wo es geht und ausgaben für produktinnovationen erhöhen.
und ja, du hast recht: ein unternehmer hat eine verantwortung gegenüber seinen angestellten. dieses modell auf eine global agierende AG übertragen zu wollen ist jedoch ein bischen zu romantisch und sozial verklärt. nokia und jede andere aktiengesellschaft ist seinen aktionären rechenschaft schuldig und diesen gehört auch die verantwortungsvolle aufgabe eine unternehmensführung einzusetzen, die in ihrem sinne (ihr sinn ist in diesem fall geld zu verdienen) handelt. das dabei in den wenigsten fällen soziale sondern eher kapitalistische modelle rauskommen ist kaum verwunderlich.
die aktionäre dürfte die verlagerung nach osteuropa beim nächsten jahresabschluss freuen, befindet sich die nokia aktie doch seit einiger zeit unter druck und der stetige anstieg aufgrund fortlaufender gewinne ist offensichtlich erstmal vorbei.
I repeat: don't hate the player, hate the game.
(Im übrigen sollte man sich bewusst machen, das die hier öfter mal geforderte Angleichung der weltweiten Lebensverhältnissen natürlich auch mit genau solchen weltwirtschaftlichen Bewegungen und damit einhergehenden Veränderungen in der lokalen Wirtschaft zu tun hat. Wird auch Osteuropa in einigen Jahren oder Jahrzehnten unattraktiv für die Produktion, weil das Lohnniveau dort steigt und die Subventionen sinken, wird das nächste Werk vermutlich in den ohnehin seit Jahren enorm boomenden Mobilfunkmarkt Afrika verlegt...)
bless,
maru
(seit fünf jahren kein handy mehr und dem ganzen handymarkt damit ordentlich ein schnippchen geschlagen. hoho.)
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manu ranking Wasserträger

Alter: 39 Anmeldedatum: 24.05.2005 Beiträge: 1015 Ort: troddin´home...
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18.01.2008 12:21
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was das unternehmer-ethos angeht:
interessant, das die vorstellung immer in die richtung geht, das da moral vorherrschen sollte.... interessant auch, das das die meisten menschen inklusive unternehmer und manager wohl individuell auch so sehen würden, sie dann aber von den gesetzen des marktes überrollt werden, und individuelle vorstellungen zum thema in der praxis gar keine rolle spielen.
spätestens bei aktiengesellschaften hört es dann auf mit der verantwortung dem arbeitnehmer gegenüber an hoher priorität....da is dann erstmal der aktienkurs nummer eins....
auf die spitze getrieben wird das ganze (und stellt damit einen herrlich vergrösserten blick durch die lupe auf das thema dar) in amerika durch das "corporation" prinzip....
empfehlenswert dazu der film "The Corporation", unter anderem online anzuschauen auf:
www.nuoviso.de unter dokumentationen....
eine corporation in amerika hat alle rechte einer natürlichen, lebenden person.
da haben sich die filmemacher die frage gestellt, wenn corporations WIRKLICH lebende, natürliche personen wären, und man sie zum psychologen schicken würde, wieviel kriterien / charakterzüge eines sozio- oder psycho-pathen würde sie durch ihr handeln offenbaren...?
jetzt mag man das ergebnis schon ahnen, aber der film ist einfach der hammer! 
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TuneFish R-P.de User

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2005 Beiträge: 1293 Ort: emsdetten
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18.01.2008 12:24
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| Zitat: | empfehlenswert dazu der film "The Corporation", unter anderem online anzuschauen auf:
www.nuoviso.de unter dokumentationen.... |
die seite ist wirklich gut, kannte ich auhc schon länger. Deswegen noch ein Doku-Tipp von mir. Guckt euch dann bei gelegenheit auch mal "Unter falscher Flagge" an. Auch wirklich sehr interessant und wenigstens mal aus der Sicht der Deutschen.
nun aber zurück zum topic.... 
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budenjunge vicepresident

Alter: 27 Anmeldedatum: 15.05.2005 Beiträge: 1667 Ort: MS
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18.01.2008 13:16
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| maru hat geschrieben: | | nokia und jede andere aktiengesellschaft ist seinen aktionären rechenschaft schuldig und diesen gehört auch die verantwortungsvolle aufgabe eine unternehmensführung einzusetzen, die in ihrem sinne (ihr sinn ist in diesem fall geld zu verdienen) handelt. das dabei in den wenigsten fällen soziale sondern eher kapitalistische modelle rauskommen ist kaum verwunderlich. |
| manu ranking hat geschrieben: |
spätestens bei aktiengesellschaften hört es dann auf mit der verantwortung dem arbeitnehmer gegenüber an hoher priorität....da is dann erstmal der aktienkurs nummer eins.... |
ich gebe euch in allem weitestgehend recht, nur bei dieser geschichte muss man - denke ich - differenzieren.
es gibt ja auch viele aktiengeselschaften, die garnicht börsennotiert sind oder kaum aktien gestreut haben. nicht überall wo ag draufsteht ist auch ne aktiengesellschaft nach unseren vorstellungen drin...
aber eins muss man sich auch vor augen halten. oft sind natürlich die firmengründer/vorstände selbst die größten aktionäre ihrer firma, d.h. sie sind in erster linie sich selbst verpflichtet, dann ggü. den restlichen aktionären und dann erst ggü. den mitarbeitern. und einen nicht unerheblichen einfluß haben auch die gläubiger, also die banken.
| maru hat geschrieben: | | (Im übrigen sollte man sich bewusst machen, das die hier öfter mal geforderte Angleichung der weltweiten Lebensverhältnissen natürlich auch mit genau solchen weltwirtschaftlichen Bewegungen und damit einhergehenden Veränderungen in der lokalen Wirtschaft zu tun hat. Wird auch Osteuropa in einigen Jahren oder Jahrzehnten unattraktiv für die Produktion, weil das Lohnniveau dort steigt und die Subventionen sinken, wird das nächste Werk vermutlich in den ohnehin seit Jahren enorm boomenden Mobilfunkmarkt Afrika verlegt...) |
die globale marktwirschaft als förderung der chancengleichheit...? ich weiß nicht. wie du schon anmerkst: es wird immer ein land geben, dass noch billiger produziert. und nicht jedes land kann dann auf so ne feste basis in sachen innovation, dienstleistungen, qualität zurückgreifen wie "wir".
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=Nilo82= Exklusiv-Mitglied

Alter: 29 Anmeldedatum: 21.07.2005 Beiträge: 1456 Ort: MS Kronenburg
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18.01.2008 16:50
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| kolja hat geschrieben: | aus aktuellem anlass (schliessung des nokia werkes in bochum), möchte ich behaupten,
das ein unternehmer erstmal seinen angestellten und arbeitern verantworlich ist!
mal schaun, was der rüttgers mit seinem "boykottaufruf" erreichen wird...
kolja |
Da setze ich mal ein ganz klares NEIN! dagegen. (Groß-)Unternehmern sind ihre Arbeiter egal, sie müssen ihnen sogar egal sein, da sonst das Spiel bald ohne sie weitergeht...
Ich hab jetzt keine große Ahnung, wie die Subventionen bei Nokia verhandelt wurden, bin aber der Meinung, daß man (bevor man 80Mios in so einen Wackelkandidaten pumpt) sich vielleicht vertraglich absichern sollte: ihr kriegt die Kohle nur, wenn ihr garantiert die nächsten X Jahre hierzubleiben - ansonsten bekommen wir gestaffelt nach der Anzahl der Restjahre X Prozent davon zurück. Common sense, oder?
p.s.: Wer sein Nokia Handy zurückgeben möchte, kann das übrigens auch bei mir tun (Rütgers Authorized Rückgabestelle, kurz R.A.R.).
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