Mich hat am meisten eine Aussage einer Musikerin berührt, die sinngemäß so ging: "In unserem Leben gibt es eine Menge von großen Problemen. Nicht alle Probleme können wir lösen. Wenn wir aber unsere Musik machen, hilft uns das, diese Probleme zu vergessen!" Ich finde, das hat eine ganze Menge mit dem zu tun, was die meisten Leute die ich kenne zum Reggae und vorallem zum Reggaemachen bewegt.
(Gegroovt hats mit Sicherheit, wobei das die Komponisten Orff und Beethoven durchaus schon so vorgesehen haben. Von afrikanischen Autodidakten gespielt, kommen einige Akzente aber wohl doch noch deutlicher raus. Tja, nicht jeder Ton saß. Beeindruckender aber die Selbsterkenntnis, daß man nunmal hinnehmen muß, daß man Amateur ist, aber auf der Leiter immer weiter steigen kann, wenn man sich bemüht. Passt zu unseren Diskussionen über Authentizität beim Machen von fremdem Kulturgut, siehe Soundsystemverhalten und Bandqualitäten. Nebenbei gesagt finde ich die Leistung des gezeigten Orchesters schon noch größer, als die eines hochsubventionierten top-ausgestatteten und top-ausgebildeten Top-Orchesters.)
Mit Reggae hat bestimmt auch zu tun, daß vom Vater des Orchestergründers, einem berühmten Freiheitskämpfer, erzählt wird, er habe die Bibel auslegt, sodaß es den Kolonialherren das Fürchten gelehrt hat.
Ich meinte ja nur, daß man das "vielleicht" in dem Film erkennen kann. Ansonsten wären wir mit diesem Thread doch falsch hier, Uwe.
